Periodenslips für eine nachhaltigere Menstruation

Wie ihr bestimmt merkt, beschäftigt mich das Thema Nachhaltigkeit mit all seinen Aspekten gerade ganz stark. Nachhaltiger zu leben beginnt ja oft bei ganz offensichtlichen Bereichen wie zum Beispiel den Lebensmitteleinkäufen oder unserer Kleidung. In letzter Zeit habe ich mich aber auch gefragt: Kann eigentlich auch meine Monatsblutung nachhaltig sein? Zu diesem Thema möchte ich Euch heute meine Gedanken im Hinblick auf Periodenslips etwas näher bringen.

Zunächst habe ich aber einen kleinen Denkanstoß für Euch:

Wenn die Hälfte der Bevölkerung für etwa 40 Jahre ihres Lebens menstruiert, dann ist das eine große Menge von Einwegprodukten, die auf der Mülldeponie (schätzungsweise 11.000-17.000 pro Person oder 140 kg) oder in unseren Ozeanen landet. Wusstest du, dass etwa 90% einer Binde aus Kunststoff besteht und ~ 500 Jahre bis zum Zerfall benötigt? Dies ist nur eine Schätzung, da Plastik erst seit ungefähr 50 Jahren existiert und mit modernen Deponiepraktiken besteht eine gute Chance, dass dieser Müll für immer erhalten bleibt, anstatt aufgrund des Sauerstoffmangels zu zerfallen. In den letzten 10 Jahren wurde mehr Plastik produziert als je zuvor in der Kunststoffgeschichte!

Quelle: de.lunette.com

Ich muss gestehen, dass ich mir über diese Dinge sehr lange überhaupt keine Gedanken gemacht habe. Ich verwende schon seit knapp 7 Jahren eine Menstruationstasse. Dennoch stand der Hauptgrund für die damalige Entscheidung sie zu verwenden, nicht vorrangig mit dem Wunsch nachhaltiger zu leben in Verbindung. Heute versuche ich mich dafür umso bewusster mit diesen Themen auseinander zu setzen. Meinen aktuellen Blogpost über eine nachhaltigere Garderobe findest Du zum Beispiel hier. Man merkt dabei schnell, wie viele Möglichkeiten es heutzutage gibt, um die Menstruation nachhaltiger zu gestalten.

 

Stichwort: periodenslips

 

Anmerkung: Im Rahmen dieser bezahlten Zusammenarbeit mit femtis wurden mir drei verschiedene Periodenslip Modelle kostenfrei zu Testzwecken zur Verfügung gestellt.

Während man wiederverwendbare Binden aus Stoff ja bereits länger kennt, sind Periodenslips noch relativ unbekannt. Dennoch gewinnen sie rasch an Bekanntheit und Beliebtheit. Und das nicht ohne Grund. Ich selbst durfte bereits etwas Erfahrung mit diesen überaus praktischen Teilen sammeln. Daher möchte ich Euch meine Meinung dazu nicht vorenthalten. Ich verwende wie gesagt bereits seit einigen Jahren eine Menstruationstasse. Dazu habe ich mich entschieden, da ich irgendwann die Watte von Tampons nicht mehr vertragen habe. Wie viele Frauen habe ich während meiner Monatsblutung auch immer wieder mit schmerzhaften Krämpfen zu kämpfen. In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich eine deutliche Linderung verspüre, wenn ich meiner Blutung „freien Lauf“ lassen kann.

 

 

Nun, natürlich ist das nicht immer möglich oder komfortabel. Ich persönlich fühle mich zum Beispiel nur wohl damit, wenn ich dabei zu Hause bin. Aber auch mit der Verwendung von meinem Cup ist es natürlich gut möglich, dass einmal etwas daneben geht und man sich seine Unterwäsche oder die Bettwäsche ruiniert. Genau hier kommen die Periodenslips ins Spiel. Die Aufnahme­fähigkeit von diesen Slips entspricht in etwa 2 bis 3 Tampons, je nach Modell. Das sollte man natürlich bei der Auswahl des richtigen Modells miteinbeziehen. Ich habe zum Beispiel zwei Modelle für starke Tage und ein Modell für leichtere Tage gewählt um immer auf der sicheren Seite zu sein.

 

mein fazit

 

Obwohl man erstmal das Gefühl hat, ein sehr dickes Höschen zu tragen, bestechen die Periodenslips dennoch durch einen ausgesprochen guten Tragekomfort und gute Atmungsaktivität. Auch die Absorption der Feuchtigkeit funktioniert sehr gut und man verspürt keinerlei Gefühl von Nässe. Die Wäsche in der Waschmaschine überstehen die Slips ohne Probleme. Femtis verzichtet zudem auf den Einsatz von Silber und anderen Bioziden, um die Umwelt und die Gesundheit ihrer Kundinnen zu schützen. Ich wünsche mir jetzt eigentlich nur mehr, dass es so etwas schon damals gegeben hätte, als ich zum ersten Mal meine Monatsblutung bekommen habe.