Gedanken zum Thema “OIL PULLING”

Deutsch/German

 

Vor einigen Jahren kam mir zum ersten Mal der englische Begriff “Oil Pulling” unter und ich beschloss, es einfach mal auszuprobieren. Erst später bei meiner Yogalehrerausbildung lernte ich dann mehr über verschiedene ayurvedische Reinigungstechniken.

Ich schätze damals gab es hauptsächlich einen Punkt an der ganzen Sache, der mein Interesse geweckt hat: weißere Zähne auf ganz natürliche Art und Weise und, abgesehen davon, auch noch kostengünstig. Also zog ich es für eine Weile relativ strikt durch. Und was soll ich sagen, ich hab mich einfach großartig gefühlt dabei. Da ich diese Technik seither immer wieder nach Bedarf anwende, dachte ich mir, dass es schön wäre meine Gedanken zu diesem Thema mit Euch zu teilen.

 

was ist öl ziehen eigentlich?

 

Nun, diese Technik ist mit Sicherheit nichts Neues, da sie in dem ayurvedischen Schriftstück Chakara Samhita (verfasst vor mehr als 2000 Jahren) erwähnt wird und dort die Bezeichnung Kavala Gandusha trägt. Es handelt sich hierbei also um eine ayurvedische Technik zur Entgiftung von Mund und Körper, die im Laufe der vergangenen Jahre auf der ganzen Welt immer beliebter wurde.

Die praktische Anwendung gestaltet sich denkbar einfach: Öl wird kontinuierlich im Mund umhergespült, um Zähne, Zahnfleisch und Zunge. Man könnte es sich eigentlich wie eine ganz natürliche Mundspülung vorstellen. Traditionell wurde hierfür Sesamöl verwendet, heutzutage ist die Verwendung von Kokosöl sehr beliebt.

Auch ich persönlich verwende sehr gerne Kokosöl, denn zum einen mag ich den Geschmack und zum anderen verfügt dieses Öl über anti-bakterielle, anti-fungale und anti-virale Eigenschaften.

 

 

Gut, aber wozu das Ganze? Nun, hier die Theorie: Stell dir die Fettschichten in unserer Haut vor wie Müllhalden für fettlösliche Schadstoffe. Das Öl soll nun sprichwörtlich die Schadstoffe aus der Haut ‘ziehen’. Einige fettlösliche Schadstoffe, mit denen wir regelmäßig in Berührung kommen, sind beispielsweise Zusatzstoffe, Schwermetalle, Hormone, Pestizide, Konservierungsstoffe und Umweltgifte. Da das Öl lipophil wirkt (es zieht also andere Fette an) zieht es die Fettmoleküle mit den Schadstoffen an die Hautoberfläche, während das Öl im Mund umhergespült wird. Man wusste wohl bereits vor über 2000 Jahren, dass es sich bei unserer Haut nicht umsonst um das größte (Entgiftungs-)Organ unseres Körpers handelt.

 

Warum & wann ich öl ziehe

 

An manchen Tagen wacht man auf und fühlt sich einfach schlecht. Man fühlt sich dann richtig unwohl, hat vielleicht Kopfschmerzen oder ein seltsam benommenes Gefühl im Kopf und kann sich nur schlecht konzentrieren. Auch ein unangenehmer Geschmack im Mund ist keine Seltenheit. An Tagen wie diesen stehe ich auf und starte meinen Tag damit Öl zu ziehen, ganz auf leeren Magen, denn dann lassen sich angesammelte Schad- und Giftstoffe besonders gut ‘herausziehen’. Und was soll ich sagen: bei mir hilft es wirklich jedes Mal. Ich fühle mich danach besser.

Übrigens: Für den Fall, dass Du ohne das minzige Geschmackserlebnis einer herkömmlichen Mundspülung nicht leben kannst (oder möchtest), kannst Du Deine eigene Ölmischung kreieren, indem Du zu Deinem Kokosöl ein paar Tropfen ätherisches Minzöl hinzufügst und das Ganze gut vermischst.

 

öl zieheN – Wie geht das?

 

 

Ich nehme einen gehäuften Teelöffel Bio-Kokosöl in meinen Mund und spüle es für einen Zeitraum zwischen 5 und idealerweise 20 Minuten umher. Es hängt davon ab, wie viel Zeit man morgens zur Verfügung hat, aber ein paar Minuten sind in jedem Fall besser als es gar nicht zu tun. Ich erledige währenddessen meist ein bisschen Hausarbeit, räume ein bisschen auf oder checke einfach meine Mails. Sehr wichtig ist nur: Das Öl bitte nicht schlucken! Zum einen würdest Du die Schad- und Giftstoffe wieder in Deinen Körper zurückbefördern. Zum anderen könntest Du mit dem Öl die Rohre verstopfen. Spuck es also in den Mülleimer oder eine leere Plastikflasche, spül Deinen Mund gründlich mit warmem Wasser aus und putz Dir wie gewohnt die Zähne.

Das klingt eigentlich nicht besonders kompliziert, oder? Versuch’s doch einfach mal und beobachte, wie Du Dich damit fühlst.

Ich persönlich konnte bei mir keine negativen Wirkungen feststellen. Da aber jeder Mensch anders ist, möchte ich Dir an diesem Punkt etwas Wichtiges ans Herz legen: Hör einfach gut auf Deinen eigenen Körper!

 

Ein paar positive Effekte, die ich bemerken konnte wären:

 

  • frischerer Atem
  • weißere Zähne
  • stärkeres, gesünderes Zahnfleisch
  • verbesserte Immunabwehr
  • schnellere Erholung bei Krankheit (besonders bei Erkrankungen der oberen Atemwege)

 

Hinterlass’ mir einen Kommentar und teile Deine eigenen Erfahrungen mit dem Thema

Happy swishing, friends!